VITRONIC erweitert das Einsatzspektrum von VIRO WSI: mit dem automatischen Prüfsystem lassen sich auch Schweißnähte an Batteriekästen für Elektroautos zuverlässig überprüfen. Die Kästen im Fahrzeugunterboden sind sicherheitskritische Bauteile, die entscheidend zur Fahrzeugstabilität und zum Brandschutz beitragen. Im Einzelfall müssen über 150 einzelnen Schweißnähte perfekt sein. Dies kann jedoch manuell praktisch nicht überprüft werden. Diese Aufgabe übernimmt VIRO WSI: Mit einem Lasertriangulationssensor und einer 3D-Bildverarbeitung findet das System In-Line dauerhaft auch kleinste Fehler.

Batteriekästen sind kritisch für die Sicherheit von E-Autos

‚Elektroauto brennt vollkommen aus.’ Schlagzeilen wie diese bringen immer wieder den Sicherheitsaspekt von E-Autos ins Gespräch. Dabei sind E-Autos statistisch betrachtet extrem sicher. Von ihnen geht keine höhere Brandgefahr aus als von konventionell angetriebenen Autos.

Einen wesentlichen Beitrag dazu leisten die Batteriekästen, die unter dem Fahrzeugboden eingebaut sind. Sie umschließen die Batterie komplett und sind hermetisch dicht. Bei einem Unfall schützen sie die Lithium-Ionen-Batterie von Beschädigungen und damit vor Kurzschlüssen, die einen Brand auslösen können. Wenn die Batterie brennt, entstehen Temperaturen von über 1.000 Grad Celsius; nur die Feuerwehr kann dann helfen. Bleibt der Batteriekasten bei einem Aufprall intakt, kann er die Entzündung verhindern – oder zumindest eine Ausbreitung des Feuers aufs gesamte Fahrzeug. Außerdem ist der Batteriekasten integraler Teil der Fahrzeugkarosserie und trägt zu deren Stabilität bei.

Über 150 Schweißnähte müssen geprüft werden

Hersteller müssen deshalb die Stabilität von Batteriekästen garantieren. Neben den verwendeten Materialien tragen primär die oft über 150 Schweißnähte dazu bei, die das Bauteil zusammenhalten. Sie müssen fehlerfrei sein. In vielen Werken wird die Qualitätskontrolle nach wie vor von menschlichen Prüfern durchgeführt. Aufgrund der schieren Menge der Schweißnähte und der Bauform der Batteriegehäuse ist das jedoch unmöglich. Zudem werden für die Kästen verschiedene Schweißverfahren eingesetzt, was die Prüfung zusätzlich erschwert.

3D-Sensor inspiziert alle Schweißnähte automatisch

Die Prüfeinheit VIRO WSI löst diese Herausforderung: Ein Roboter mit einem 3D-Sensor fährt alle Schweißnähte ab. Der Sensor misst die 3D-Oberflächen-Geometrie und erstellt so 3D-Bilder der Nähte. Die Bildverarbeitung erkennt Abweichungen und Schweißfehler automatisch und visualisiert diese für die Nacharbeit.

Durch die automatisierte Schweißnahtinspektion erfüllen Hersteller die Vorgabe, dass Batteriekästen zu 100 Prozent sichtgeprüft und sicher sein müssen. Gleichzeitig behalten sie die Kosten im Griff: die Prüfung ist effizient, spart Personalkosten und lässt sich nahtlos in die Produktionsprozesse integrieren.

In-Line-Prüfung der Schweißnähte von VIRO WSI

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Über VITRONIC

VITRONIC ist eines der weltweit führenden Unternehmen für industrielle Bildverarbeitung. Die inhabergeführte Unternehmensgruppe entwickelt innovative Produkte und spezialisierte Lösungen in den Wachstumsbranchen Industrie- und Logistikautomation sowie in der Verkehrstechnik.

Mit über 35 Jahren Erfahrung bietet VITRONIC ein einzigartiges Portfolio an Systemen und Software für bild- und sensorbasierte Qualitätsprüfung, Identifikation, Verkehrsüberwachung und Mauterhebung. Zu den Kunden zählen bekannte Unternehmen wie B.Braun, BMW, Daimler, DHL, UPS, Toll Collect, Fresenius und Sanofi, ebenso wie Ministerien und Behörden.

VITRONIC Systeme leisten einen wichtigen Beitrag, um höchste Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Produktion von Automobil-, Photovoltaik- und Pharmaunternehmen sicherzustellen.

In Logistikzentren und an Frachtflughäfen weltweit übernehmen Auto-ID-Lösungen von VITRONIC die effiziente Erfassung und Integration von Sendungsdaten und sorgen damit für transparente Warenströme.

Für den Verkehrsbereich bietet das Unternehmen hochleistungsfähige Technologien, um mehr Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten und den Verkehrsfluss zu verbessern.

Seit seiner Gründung im Jahr 1984 wächst VITRONIC kontinuierlich und ist heute mit über 1.000 Mitarbeitern auf 4 Kontinenten und in über 80 Ländern vertreten. Seine internationalen Kunden betreut VITRONIC durch Niederlassungen in Nordamerika, Europa, Asien und Australien sowie über ein weltweites Netzwerk von Vertriebs- und Servicepartnern.

Entwicklung und Produktion der VITRONIC-Systeme sind am Unternehmenssitz in Wiesbaden angesiedelt. Im Jahr 2020 lagen die Umsatzerlöse bei 151,2 Mio. EURO.

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