Deutschland ist das einzige europäische Land, in dem auf Autobahnen kein generelles Tempolimit existiert. Diskussionen rund um Geschwindigkeitsbeschränkungen auf deutschen Autobahnen werden emotional geführt – dabei kommen Adrenalin und Fahrspaß nicht nur auf der Straße, sondern auch beim digitalen Rennerlebnis auf, wie der Bericht über unseren Kollegen Stieve Piray zeigt. 

Stieve Piray, Teamleiter in der Produktion für Mauttechnologie bei VITRONIC, liebt Geschwindigkeit, Präzision und schnelle Autos. In Gefahr bringt er mit seiner Leidenschaft allerdings niemanden. Gemeinsam mit seinem Rennpartner Pierre Statler fahren sie als Team virtuelle Autorennen.  

Pierre und Stieve haben sich 2014 durch das Online Spiel Gran Turismo auf der PS3 kennengelernt und sind seitdem als Renn-Duo in verschiedenen Ligen angetreten. 2018 kam der Wechsel von der Spielekonsole auf den PC und iRacing, wo die Beiden ihre Leidenschaft für Nascar-Rennsport (Ovalrennen) entdeckt haben. Jede Woche treffen sich Stieve und Pierre zu sogenannten digitalen Herrenabenden. Dabei sitzen sie in Gestellen mit Fahrersitz und Lenkrad, fast wie in echten Boliden.  

Man spürt richtig das Vibrieren des Motors und die Fliehkräfte
Stieve Piray Teamleiter in der Produktion für Mauttechnologie bei VITRONIC

Wie erfolgreich die beiden dabei sind, zeigt ein Sieg beim Daytona 500 im Februar 2021. Die beiden trainierten zwei Wochen intensiv für das anstehende Rennen. Das hat sich gelohnt. Nachdem Piere sein Auto zerlegte, konnte Stieve dem Unfall ausweichen. Er erreichte mit seinem Wagen eine Spitzengeschwindigkeit von 330 Stundenkilometern und lag über 97 Runden in Führung. Nach etwas mehr als drei Stunden war das Rennen zu Ende: Stieve Piray hatte mit wenigen Hundertstel Vorsprung zum Zweitplatzierten gewonnen. 

 

Das extrem gut simulierte virtuelle Daytona -Rennen orientiert sich am echten Vorbild. Stieve kennt diese Serie nicht nur digital, sondern war im letzten Jahr sogar live beim Daytona 500 Rennen in Florida / USA vor Ort und konnte die Atmosphäre so hautnah erleben.

Virtuelles Rennerlebnis – Technik, die begeistert 

Was erstmal nach maximaler Geschwindigkeit klingt, ist genaue Präzisionsarbeit. Virtuelle Autorennen gleichen dabei einem strategischen Schachspiel, so Stieve. Die Fahrer müssen darauf achten, dass der Motor nicht überhitzt, der Windschatten genutzt wird und sie zum richtigen Zeitpunkt einen Boxenstopp einlegen.  

In beiden Welten, VITRONIC und Digitalracing, faszinieren mich die Präzision der Technik, die Kombination aus Hardware und Software.
Stieve Piray Teamleiter in der Produktion für Mauttechnologie bei VITRONIC

Auch wenn Geschwindigkeit fasziniert - zu schnelles Fahren bleibt Ursache Nummer eins bei Unfällen mit Todesfolge. Gute Argumente sprechen dafür, die Höchstgeschwindigkeit anzupassen. Lieber in virtuellen Rennen Gas geben als im Straßenverkehr #VisionZero.

Virtuelles Rennteam: Pierre Statler und unser Kollege Stieve Piray

Daytona 500 im Februar2021 

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