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Wie weit können bereits bestehende Systeme zur Verkehrsüberwachung die Wechselwirkungen zwischen Verkehr und Umwelt untersuchen? Ein Forschungsprojekt der Hochschule Darmstadt liefert wichtige Hinweise für künftige Stadtplanungen.

Das Forschungsprojekt

Darmstadt ist auch nach jüngsten Studien des Umweltbundesamtes die hessische Stadt mit der höchsten Stickstoffdioxidbelastung. Stickstoffdioxid (NO2) in Städten stammt zu einem großen Teil aus dem Straßenverkehr. Studierende des Bereichs Wirtschaftsingenieurwesen der Hochschule Darmstadt haben es sich zur Aufgabe gemacht, für die Verkehrsprobleme der Stadt Lösungskonzepte zu entwickeln.

 Das Forschungsprojekt untersuchte, ob bereits existierende Infrastrukturelemente durch die Einbindung von zusätzlichen Sensoren und Schnittstellen dazu beitragen können, die Wechselwirkungen zwischen Verkehr und Umwelteinwirkungen zu verstehen. Aus den Erkenntnissen sollen in späteren Projekten Maßnahmen zur Emissionsreduzierung entwickelt werden. VITRONIC unterstützte das Projekt über einen längeren Zeitraum. Dabei wurden die im Darmstädter Stadtgebiet bereits vorhandenen stationären Messgeräte, gerne auch Blitzersäule genannt, sowie mobile Messgeräte genutzt, um zusätzliche Luftschadstoffe wie Stickstoffoxide zu erfassen.

Verkehrsdaten, Luftqualität und Überwachung - alles an einem Standort.

Die Infrastruktur nutzen

Mit den Daten und Erkenntnissen kann ein nachhaltiges Verkehrsraum-Management realisiert werden, das den Verkehrsfluss im Stadtgebiet verbessert, Lärm und Luftschadstoffe verringert und somit die Lebensqualität verbessert.

Für die Stadtplanung von morgen werden Verkehrs- und Umweltdaten eine enorm wichtige Rolle spielen.

Im Fokus des Forschungsprojektes stand die Frage, welche Potenziale bestehende Lösungen zur Verkehrsüberwachung durch die Einbindung zusätzlicher Schnittstellen und Sensoren bieten können. Kann die intelligente Verknüpfung dieser Systeme und ihrer Daten sogar helfen, die Sustainable Development Goals (SDGs) der UN bis 2030 zu erfüllen? Ein weiterer Mehrwert zeigt sich schon jetzt: Da die Infrastruktur im Stadtbild bereits vorhanden ist, kann sie perspektivisch beispielsweise auch als WLAN-Hotspot genutzt werden. Wichtige Voraussetzungen zum Betrieb wie eine Stromversorgung sind bereits gegeben.

Darmstadt wird Green Smart City

Seit 2016 treibt Darmstadt das Projekt Green Smart City voran. Ziel ist die intelligente Vernetzung städtischer Infrastrukturen zur Verbesserung von Energie- und Ressourceneffizienz und die Verbesserung der Lebensqualität mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien. Dabei fokussieren die Darmstädter auf die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit und dem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen wie Energie, Wasser und den Schutz der Erdatmosphäre.

Cluster Smart Environment

Viele Aktivitäten in Bereich der Smart City bzw. des Clusters Smart Environment basieren auf den 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der UN-Mitgliedsstaaten. Die SDGs sollen bis 2030 dazu beitragen, nachhaltige Entwicklung in wirtschaftlichen, sozialen und in ökologischen Aspekten zu fördern. Ziele sind unter anderem:

  • eine ressourcenoptimierte Gestaltung urbaner Infrastruktursysteme
  • nachhaltige Mobilitäts- und Logistikkonzepte
  • die Integration bestehender Infrastrukturelemente im öffentlichen Raum in digitale technische Lösungskonzepte
  • neue nachhaltige Geschäftsmodelle für den Betrieb intelligenter Infrastrukturen
Es geht um eine der großen Fragen unserer Zeit: Wie können wir ein nachhaltiges Verkehrsraum-Management realisieren? Denn wir brauchen Lösungen, um den Verkehrsfluss im Stadtgebiet zu optimieren, Lärm und Luftschadstoffe zu verringern und so unsere Lebensqualität zu verbessern.
Bernhard Minge Programm Manager Traffic, VITRONIC

Fazit

Kurz gesagt

  • Forschungsprojekt der Hochschule Darmstadt: „Nachhaltiges Verkehrsmanagement“
  • VITRONIC unterstützt mit Technik und Know-how
  • Stationäre und mobile Messgeräte erfassen Umweltdaten und Verkehrsfluss
  • Vision: ressourcenoptimierte Infrastruktur und nachhaltiges Mobilitätskonzept

Konzept für urbane Mobilität

Systeme zur Verkehrsüberwachung sorgen für mehr Sicherheit: Sie messen überhöhte Geschwindigkeiten, erfassen Rotlichtverstöße und vieles mehr. In allgemeiner anonymisierter Form lassen sich diese Verkehrsdaten zur Verkehrssteuerung nutzen. Dazu können bestehende Infrastrukturelemente erweitert werden. Das Ziel: Ein nachhaltiges Verkehrsraum-Management, welches die Lebensqualität in den Städten verbessert.

Über den Autor

Jana Bender

Jana Bender

Junior Brand Managerin Traffic Technology
E-Mail
jana.bender@vitronic.com
Mein Name ist Jana Bender, ich arbeite als Brand Managerin Traffic Technology im VITRONIC Headquarter Wiesbaden. Neue Technologien sind für mich immer besonders spannend, wenn sie Verkehrsprobleme von morgen lösen können.

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Broschüre Von der Verkehrsüberwachung zur Smart City

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